Preisträger 2008

 

Schelling Architektur-Preis 2008
Jan Olaf Jensen & Borre Skodvin

„Ein kulturell ganzheitlicher Ansatz verleiht ihrer Architektur eine stimmige, vermittelnde Kraft.“

Auf der Suche nach Leitbildern für eine ganze Kultur, sei  es die Baukultur, eine regionale Kultur oder sogar eine Zeitkultur,  entwickeln  Jensen & Skodvin in sich stimmige Architektur als Antwort auf alle drei Kulturkomponenten. Die Stimmigkeit leitet sich aus den  Grundprinzipien ab, an die  sich Jensen & Skodvin halten:  Ihre Architektur wirkt vermittelnd angesichts des Bestandes, sei es mit Bezug auf die gegebene Topographie  oder die vorhandene  Bausubstanz.  Durch  Respekt  und Verständnis für diesen Bestand gelangt  die Gesamtgestalt zu einer Poesie der Gleichzeitigkeit. Wilfried Wang

>>> www.jsa.no


Schelling Architekturtheorie-Preis 2008
Friedrich Achleitner

„Er analysiert auf höchstem Niveau und bewertet sprachlich brillant.“

Aus der produktiven Verbindung von Literatur und Architekturkritik hat Achleitner eine besondere Qualität präziser  Analyse von  Bauten  und  übergreifenden Entwicklungen in der Architektur- und Stadtgeschichte  entfaltet, die inzwischen ein reiches Lebenswerk prägt. Besonders  hervorzuheben ist  Dokumentation  Österreichische  Architektur im 20. Jahrhundert,  die  drei Bände umfasst und für  die  Geschichtsschreibung auch andernorts auf höchstem Niveau Maßstäbe  setzt. Diese  umfangreiche  Arbeit  ist  das Ergebnis  langjähriger Forschung  auf  der  Grundlage sorgfältiger Auswertung aller erreichbaren archivalischer Quellen, persönlicher Besichtigung aller Bauten vor Ort  und deren sprachlich brillanten Bewertung. Dietmar Steiner


Medaillen:

Richard Kroeker
Kultureller Kontext ist für ihn eine Matrix, aus der die intelligenten Lösungen für zukünftige Aufgaben entwickelt werden können. So lernt er von den Ureinwohnern der kanadischen Ostküste, den Miqmacs, Materialkenntnisse und echniken, die in seinen Bauten tradiert werden.

Jürg Conzett
Beste Ingenieurkenntnisse, leidenschaftliches Interesse an der Baugeschichte, Feinfühl für Form und Material sowie gestalterischer Mut fließen untrennbar in die Arbeit von Jürg Conzett ein. Ob er selbst entwirft oder mit Architekten zusammen wirkt – immer überrascht die bestechenende Einheit von Tragwerk und Gestalt.